Das Wandern macht immer mehr Menschen Spaß. Ohne große Ausrüstung oder Umstände lässt sich damit gleich vor der Haustüre loslegen. Ich selber gehe seit Jahren Wandern. Auf „Schusters Rappen“ entdecke ich dabei meine niederrheinische Heimat und stoße auf viele schöne Traditionen.

Die ersten längeren Wanderungen habe ich rund um meine Heimatstadt Kamp-Lintfort unternommen. Begleitet von zwei politischen Weggefährten wanderte ich den K-Weg. Früher führte dieser Weg rund 42 Kilometer um die Kloster- und Zechenstadt. Nicht zuletzt weil neue Baggerlöcher den Weg schnitten, musste die Route angepasst und auf 44 Kilometer verlängert werden. Ein Mal bin ich an einem Tag eine etwas verlängerte Strecke von 50 Kilometer rund um Kamp-Lintfort komplett gelaufen. Ehrlich: Das hat richtig weh getan!

Dabei soll man beim Wandern vor allem Wege und Natur genießen. Dazu laufen viele Wanderer 10 Kilometer-Touren. Diese sind in rund zwei Stunden zu bewerkstelligen. Wobei man bei der Routenplanung auf die Höhenmeter achten sollte. 100 Höhenmeter – egal ob bergauf oder bergab – fühlen sich an wie je ein weiterer Kilometer Wanderung. Diese Leistungskilometer muss man drauf rechnen, um halbwegs sicher die Dauer der Wanderung zu berechnen. Das habe ich bei einem Lehrgang zum Wanderführer gelernt (Link hinter Paywall). Halbwegs fit schaffen Wanderer rund fünf Leistungskilometer in der Stunde.

Wahlkreis-Wanderungen

Auch während der Corona-Pandemie lässt sich erstklassig wandern. Deshalb habe ich mal eine Reihe von Strecken online gestellt, die sich aus meiner Sicht so richtig lohnen:

Die meisten meiner Wandertouren plane ich bei Komoot. Das Programm ist leicht zu bedienen und hat vor allem eine äußerst aktive Community, die kommentiert und teilt. So habe ich beim Stöbern schon viele gute Anregungen bekommen. Mein Profil mit einigen weiteren Streckenvorschlägen bei Komoot findest Du hier:

Wandern mit Kind und Kegel

Ja, auch mit Kindern kann man gut Wandern. Allerdings sollten die Touren dann tatsächlich weit unter 10 Kilometer weit sein. Auf der Strecke sollte es noch dazu etwas zum Entdecken geben. Fluss- und Bachläufe sind immer dankbar. Tiergehege und Einkehrmöglichkeiten helfen auch. Weil Letzteres während der Corona-Lockdowns nicht mehr so leicht möglich ist, empfehle ich die gepflegte Rucksackverpflegung. Vor dem Losgehen gepackt, bietet der Rucksack dann Leckereien für Klein und Groß. Rast machen kann man dann dort, wo es schön ist. Und solche Stellen gibt es am Niederrhein jede Menge!

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