Runde 3 meiner Wandertipps zum Wochenende führt uns nach Rheinberg. Vom Parkplatz mitten in der Innenstadt folgen wir einem Weg zum Rhein, sehen Kirchen, Wiesen und ein Schloss. Und vor allem die Gegensätze zwischen Natur und Industrie.

Ich weiß, dass die Rheinberger stolz sind auf den Stadtteil, in dem sie selber zu Hause sind. Darum bitte ich jetzt schon um Entschuldigung, dass wir in dieser 18 bzw. knapp 11,6 Kilometer langen Runde selbstverständlich nicht alle schönen Seiten der Stadt sehen werden – einige der schönsten aber schon. Und den Rest hole ich dann noch nach.

Los geht es von der katholischen Kirche St. Peter und wir orientieren uns in Richtung Norden, um möglichst schnell zum Rhein zu gelangen, dem die Stadt ihren Namen zu verdanken hat. Leider ist die Anbindung für Radler und Fußgänger nicht ganz optimal, der Ausblick vom Rheindeich auf den Fluss danach umso lohnenswerter. In der Ferne sieht man die Kühltürme des stillgelegten Kraftwerks auf der anderen Rheinseite. Wenn, wie auf diesem Foto, gleichzeitig Kühe in den Rheinwiesen grasen, symbolisiert das die Mischung aus Niederrhein und Ruhrgebiet. Natur und Industrie. Von letzterer sehen wir später noch mehr.

Rheinwiesen bei Rheinberg
Blick Richtung Süd-Ost: Niederrhein und ein bisschen Ruhrgebiet.

Ossenberg streifen wir auf dem Hinweg nur am Rande und halten uns derweil in Richtung Nordwest und steuern auf Wallach zu. Bevor wir dort ankommen, besteht die Gelegenheit, die Runde abzukürzen. Statt etwa 18 Kilometer zu laufen, verkürzt sich die Strecke um rund 6,4 Kilometer auf dann nur noch 11,5 Kilometer. Dazu einfach am Ende des Binnenfeldweges links in die Dammstraße einbiegen und nach einigen Meter wieder links auf die Borther Straße, die zurück nach Ossenberg führt. Wer abkürzt kann auch den nächsten Absatz überspringen. 🙂

6,4 km durch Wallach und Borth

Die Extra-Kilometer lohnen aus meiner Sicht, weil wir nochmal einen wunderschönen Blick vom Deich erhaschen können und durch den Ortsteil Wallach (nicht nur von der dortigen evangelischen Pfarrerin liebevoll Wallachei genannt) kommen, sondern in Borth schwenken wir schließlich auf einen Feldweg ein, der Teil des Jakobsweges ist.

Schloss Ossenberg und die Solvay

Ob Kurz- oder Langstrecke, kurz vor Ossenberg führen die Wege wieder zusammen und trotz der nicht ganz so schönen Wegführung entlang der Straße lohnt sich der Schlenker, weil wir dadurch am Schloss Ossenberg vorbeikommen. Immer am Rand des Ortsteils entlang erhaschen wir einen seltenen Blick auf das Solvay-Werk, bevor wir wieder die Innenstadt erreichen – alles auf dem Jakobsweg, der direkt zum Marktplatz führt. Dem kann man ebenso folgen wie der Strecke, die ich bei Komoot bis zum Parkplatz zurück markiert habe. Alles in allem rund 18 (11,6) Kilometer Strecke, die meistenteils eben und oft asphaltiert ist. Trotzdem sollte man wegen der eingebauten Feldwege festes Schuhwerk und – gerade aktuell im Winter – eine anschließende Einheit Schuhputzen einplanen.

Wandertipps gehen weiter

Während Corona werde ich in den kommenden Wochen weiter Wandertipps zum Wochenende online stellen. Nicht nur während eines Lockdowns sind Ausflüge in die Umgebung bei Wind und Wetter eine willkommene Abwechslung. Und ganz nebenbei entdeckt man dabei die eigene Heimat. Die bisherigen Wandertipps führten uns übrigens auf Schleichwegen durch Kamp-Lintfort und entlang von Obstplantagen durch Vluyn.

2 Kommentare zu „Wandertipps zum Wochenende: Runde 3“

  1. Das ist eine klasse Runde, die hier empfohlen wird.
    Vor einiger Zeit bin ich sie gewandert und hatte dabei Glück, dass bestes Wetter war.
    Auf >18km braucht man zwar ein wenig Durchhaltevermögen, da die Strecke einen hohen Asphaltanteil aufweist, aber die vielen Ausblicke haben dafür entschädigt.
    Das Örtchen Ossenberg war mein persönliches Highlight!
    Danke für den Tipp!

    1. René Schneider

      Schön, dass Ihnen die Runde gefallen hat. Stimmt, leider viel Asphalt dabei. Dafür lohnt in der Tat der (ungewohnte) Blick auf den Stadtteil Ossenberg und das Solvay-Werk… 🙂

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