Suchmaschinen nutzen wir mittlerweile täglich. Die wohl bekannteste ist sogar so bekannt, dass wir die Tätigkeit im Netz nach etwas zu suchen einfach googeln nennen. Genau diese Suchmaschine verändert stetig ihren Algorithmus. Damit wird beeinflusst, welche Suchergebnisse an welcher Stelle angezeigt werden. Die jüngste Änderung wird für viele Betriebe enorme Folgen haben.

Die Macht der Suchmaschinen

Inzwischen tun es die meisten Leute: Im Internet nach dem Handwerker, Zahnarzt oder dem Spielwarenladen in der Nähe suchen. Die ideale Homepage von heute dient als Knotenpunkt und passt sich an – ob ich nun vom mobilen Gerät oder normalen PC suche. So kann ich schnell hilfreiche Informationen wie die aktuellen Öffnungszeiten in Erfahrung bringen. Über ein Termintool einen Termin vereinbaren. Den Betrieb via Mail oder auch Chat kontaktieren. Angebotskonfiguratoren oder den eigenen Internetshop nutzen. Nebenbei wird mir über die Bewertungen sogar angezeigt, welche Erfahrungen andere Menschen mit dem Betrieb gemacht haben. Im Idealfall, denn die Kunden von heute haben sich an schnell greifbare Informationen, einfache Interaktion und schnelle Lösungen gewöhnt.

Wenn goo­geln zu nichts führt

Diese Faktoren (und noch einige mehr) zahlen auf das Konto der Sichtbarkeit der Homepage ein. Jede Suchmaschine arbeitet mit einem Algorithmus, der das Ranking bestimmt. Also wo meine Seite inmitten des gesamten Suchergebnisses landet. Fast jede zweite Webseite von Handwerksbetrieben könnte ab März 2021 aber aus den Google-Suchergebnissen verschwinden, so die Deutsche Handwerks Zeitung. Grund dafür ist, dass der Google-Algorithmus prüfen wird, ob die Seiten für Mobilgeräte optimiert sind. Doch die Mehrheit der Handwerksbetriebe sowie sicher auch einige alteingesessene Einzelhändler haben technisch und gestalterisch veraltete Webseiten, die mit den neuen technischen Anforderungen und dem oben beschriebenen Idealfall nicht mithalten können.

Die Chancen durch Suchmaschinen

Die Informationen über Betriebe im Internet machen viel aus. Seien es Bewertungen oder die aktuellen Öffnungszeiten, die man mal eben ergoogeln kann. Allerdings werden sowohl die Macht als auch die Chancen von Suchmaschinen von vielen Gewerbetreibenden unterschätzt. Wer seinen digitalen Auftritt pflegt und mit der Zeit geht, profitiert. Seien es die Buchhandlungen vor Ort, die die Zeichen der Digitalisierung nicht überhört haben und in denen man auch digital einkaufen kann. Dazu gehört auch der Umgang mit Kundenfeedback. Häufig kommentieren im Internet die richtig Unzufriedenen. Beispiel Landesgartenschau. Die zum Teil eher negativen Bewertungen im Netz stehen zufriedenen Besuchern in der Besucherbefragung vor Ort gegenüber. Das darf und sollte ein Betrieb einordnen und nicht unkommentiert stehen lassen, denn sonst schadet es dem Unternehmen ungemein.

Wer sich bisher nicht mit den neuen Regeln der digitalen Marktwirtschaft auseinandergesetzt und sie beherzigt hat, bekommt nun das nächste Problem. Mit dem Algorithmus-Update wird es für alte Webseiten nun richtig schwer. Vermutlich wird man sie gar nicht mehr finden, es sei denn, die Betriebe sind auch in Online-Verzeichnissen wie den Gelben Seiten aufgeführt. Mein Beitrag soll kein Plädoyer sein, ein Heidengeld für eine neue Homepage auszugeben. Aber sehen Sie diese digitale Zeit als Chance für Ihren Betrieb und setzen Sie sich mit ihren neuen Regeln auseinander. Was Fluch sein kann, kann auch zu einem Segen werden, wenn man die Möglichkeiten nutzt.

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