An dieser Stelle habe ich schon einmal darüber geschrieben, dass ich die Zeit nach Karneval nutze, um zu fasten. In der Fastenzeit verzichte ich sieben Wochen lang auf Alkohol und Süßigkeiten. Das folgt nicht in erster Linie einem religiösen Impuls sondern der Lust, knapp 40 Tage lang gesund zu leben – und auch ein wenig zu entgiften.

Nach Karneval die Fastenzeit

Rund um Rosenmontag finden etliche Feiern statt. Da bin ich dabei, das ist prima. Das eine oder andere Glas Bier gehört dann einfach dazu. Berliner Ballen, Krapfen, Schokolade: So richtig schaue ich während dieser Zeit nicht hin, was ich esse und trinke. Dafür erinnert mich meine Waage daran, dass ich oft tagelang über die Stränge schlage. Spätestens nach Rosenmontag fühle ich mich voll, unbeweglich, ja: auch ein wenig (Alkohol-)vergiftet.

Genau jetzt ist die richtige Zeit zum Fasten.

Ziele setzen

Nicht jeder verzichtet zur Fastenzeit auf die gleichen Dinge. Wie gesagt: Bei mir sind es Alkohol und Süßigkeiten. Aber es kann auch etwas ganz anderes sein, worauf wir verzichten. Ich kenne Menschen, die legen in den sieben Wochen öfter mal das Handy weg und verzichten darauf, online zu sein. Andere formulieren positiv und nehmen sich vor, mehr Sport zu treiben und weniger herumzusitzen. Die evangelische Kirche gibt jedes Jahr eine Losung aus und gibt damit ebenfalls eine Anregung, worauf wir zur Fastenzeit verzichten könnten. Motto 2019: „Sieben Wochen ohne Lügen“.

Die katholischen Kollegen verzichten auf eine solche Aktion. Dafür findet man auf katholisch.de Hintergründe zur Fastenzeit. Im religiösen Sinne geht es vor allem darum, zwischen Aschermittwoch und Ostern Buße zu tun – und das tut man am besten durch strengen Verzicht. Dabei geht es vor allem ums Essen und Trinken. Vom Null- bis zum Intervall-Fasten: Welche Varianten es gibt, beschreibt die TV-Moderatorin Yvonne Willicks aktuell sehr schön in ihrem Blog.

Kritik an der Fastenzeit

Als ich 2017 über „Meine besten Wochen des Jahres“ schrieb, bekam ich auch eine Menge kritischer Rückmeldungen. Das sei für einen Politiker zu nah an Kirche und Religion – das sehe ich ganz anders. Andere kritisierten das Fasten als scheinheilig – als wenn sieben Wochen ohne Irgendwas aus jemandem einen besseren Menschen machten. Diesen Punkt kann ich nachvollziehen. Aber ehrlich gesagt ist das alles nicht mein Thema. Ich überlasse es jedem selbst, ob er oder sie die Fastenzeit mitmacht, oder es lieber sein lässt. Auch die individuellen Gründe dafür lasse ich mal dahin gestellt. Fest steht für mich nur, dass mir diese sieben Wochen Kraft geben, mich fit machen und ich dabei übe, stark zu sein. Denn es gehört Willenskraft dazu, auf lieb gewonnene Speisen und Getränke genauso wie auf schlechte Gewohnheiten zu verzichten. Aber probier’s doch einfach selber mal aus…

Übrigens: Im damaligen Artikel habe ich meine fünf ultimativen Tipps vorgestellt, wie die Fastenzeit am besten gelingt. Vielleicht ist das ja auch etwas für Dich!

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