Kinderbetreuung

Welche Einrichtung ist die richtige für mein Kind und wie finde ich sie? Wann gebe ich mein Kind in die Obhut von Erzieherinnen und Erziehern? Wie und wann bewerbe ich mich auf einen Platz? Das sind nur ein paar Fragen, die meine Frau und ich uns gestellt haben, als es um die Frage der Kinderbetreuung ging. Ein wichtiges Thema, denn frühe Bildung und Betreuung eröffnet Kindern bessere Chancen. Und nicht zuletzt unterstützt eine gute Kinderbetreuung die Eltern dabei, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Politik für Kinder: Meine fünf Hauptanliegen

  1. Für mich ist die kostenlose Kinderbetreuung ein wichtiges Anliegen: Gute Kinderbetreuung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, denn sie ist sowohl für die Entwicklung des Kindes als auch für Mutter und Vater wichtig. Vor allem dann, wenn sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommen müssen.
  2. Für mich ist klar: Jeder hat ein Recht auf einen Kita-Platz. Der Rechtsanspruch existiert zwar schon, Anspruch und Wirklichkeit klaffen aber noch auseinander. Als Land müssen wir deshalb in den Ausbau von Kindergärten investieren und genug für den laufenden Betrieb bezahlen.
  3. Kinder müssen individuell gefördert werden. Dafür braucht es gutes und ausreichendes Personal.
  4. Erzieherinnen und Erziehern machen einen wichtigen Job: Sie müssen fair und angemessen bezahlt werden!
  5. Zu einer guten Kita gehört nicht nur eine gute frühkindliche Bildung, sondern auch das Erlernen von Regeln, Werten und Normen. Erzieherinnen und Erziehern kommt dabei auch eine Vorbildfunktion zu. Nicht anders verhält es sich mit dem Essen: Erfahren die Kinder früh, was es heißt sich gesund zu ernähren, profitieren sie später davon. Deshalb wünsche ich mir ein gesundes und kostenloses Mittagessen für alle Kinder.

Kinderbetreuung - Foto: stock.adobe.com - famveldman

Warum Kinder für mich als Politiker so wichtig sind

Die Zukunft unseres Landes geht jeden Morgen durch die Türen unserer Kindergärten und Schulen. Deshalb lohnt es sich, hier zu investieren. Nicht nur in Steine, sondern auch in die Köpfe. Wir müssen unsere Kinder neugierig machen auf die Welt und ihnen das Vertrauen geben, diese Welt gestalten zu können.  Als Vater von zwei Jungs weiß ich: Abschirmen kann man sie nicht, unsere Kinder sind sich vielmehr vieler Probleme auf der Welt bewusst. Viele sind sogar politisch interessiert und auch engagiert – nur eben anders als früher, denn politisches Interesse lässt sich heute nicht mehr an der Mitgliedschaft in einer Partei ablesen. Viele Kinder und Jugendliche machen es auf ihre Weise und engagieren sich meist direkt für konkrete Themen, seien sie global oder auch in ihrer näheren Umgebung. Die jüngeren Generationen haben oft einen anderen Blick auf die Dinge, was jedoch nicht bedeutet, dass sie keine Meinung oder keine politische Haltung haben. Die Politik der Zukunft wird von unseren Kindern gemacht – lassen wir sie mitsprechen und arbeiten wir für eine soziale und gerechte Gesellschaft, gute Bildung und bestmögliche Entwicklungsvoraussetzungen.

Kinder in Nordrhein-Westfalen – Das macht die Landespolitik

Inklusion, Lehrermangel, Kitas: Das waren wichtige Themen im letzten NRW-Wahlkampf. Ich erinnere mich noch sehr gut an die eindringliche Warnung der CDU, die von einem drastischen Lehrermangel sowie Unterrichtsausfällen sprach. Unmissverständlich versprach die CDU diese zu beseitigen und gab eine „Unterrichtsgarantie“. Mit diesem Versprechen gewann sie u.a. die Wahl im Mai 2017. Was mich so ärgert: Eine Unterrichtsgarantie kann es nie geben. Dazu fehlt es schlicht am Personal. Egal wieviel Stellen ich schaffe – es muss am Ende Menschen geben, die diese auch besetzen.

Falsche Versprechungen zu machen, kann nicht Teil der Lösung sein. Mehr Seiteneinsteiger, Lehramtsstudium an drei zusätzlichen Universitäten und eine Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs sind nun Teil des Lösungspakets von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), um den Lehrermangel zu beseitigen. Darüber hinaus plant die neue Landesregierung eine Reform des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) und hat das „Turboabitur“ abgeschafft, also die Rückkehr von acht auf neun Jahre Schulzeit am Gymnasium (G 9) beschlossen.

Allerdings steckt der Teufel im Detail. So wurde die KiBiz-Reform bereits verschoben und die Umstellung von G8 zu G9 ist heikel. Zum Beispiel erfordert sie an vielen Schulen Platz, der nicht mehr vorhanden ist. Auch die Ausgestaltung der neuen Lehrpläne wird mit Spannung erwartet. Die Bildungspolitik in NRW ist, zugegebenermaßen nicht erst seit Schwarz-gelb, ein schwieriges Politikfeld. Maßnahmen gegen Lehrermangel, Unterrichtsausfall, für eine stärkere Digitalisierung der Schulen oder eine Steigerung der Unterrichtsqualität versprechen häufig Ärger. Sie verlangen horrende Summen und sind oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein mit mäßigem Erfolg.

Wir alle wissen aus eigener Erfahrung, worauf es am Ende ankommt und wovon unsere Kinder profitieren werden: Gut ausgebildete, motivierte Lehrer, die ihren Job gerne machen, Wissen gut vermitteln können und als Persönlichkeiten auf die Schüler wirken. Ein Bildungssystem steht und fällt mit den Lehrern, Erziehern und Betreuern. Sorgen wir dafür, dass diese Leute gut ausgebildet und angemessen bezahlt werden.

Kinderpolitik im Kreis Wesel

Sie möchten sich über die Aufgaben des Kreises in der Kinderpolitik informieren? Die Aufgaben der Kreisverwaltung Wesel sind vielfältig. Eine Übersicht und weitere Informationen zum Themenbereich „Kinder, Jugend, Familie“ erhalten Sie über den folgenden Link.

Kinder oder Karriere?

Kind oder Karriere? Stelle ich gerade wirklich diese Frage? Ich finde, heutzutage darf sich niemand mehr zwischen diesen beiden entscheiden müssen. Vielmehr muss es Kind und Karriere heißen – sofern ich beides auch wirklich möchte.

Nach wie vor ist der Kinderwunsch mit Abstrichen verbunden. Abstriche finanzieller Art oder weil ein Partner die eigene Karriere vorerst auf Eis legen muss. Wer Karriere machen will, arbeitet viel und hat wenig Zeit für Kinder. Ich finde, unser Verständnis des Arbeitslebens und auch unsere Gesellschaft müssen sich verändern. Zum Beispiel insofern, dass wir einsehen, dass das Arbeitsleben insbesondere für Frauen eine Abfolge verschiedener Phasen ist, die nicht immer geradlinig verlaufen. Es soll Phasen geben, in denen Kinder richtigerweise im Mittelpunkt stehen. Sie dürfen Mama und Papa aber nicht die Chance nehmen, zu einem späteren Zeitpunkt ihre Karriereziele zu verwirklichen.

Es gibt definitiv gute Ansätze bei uns ins Deutschland, doch andere Länder wie Dänemark sind schon viel weiter. Das hat zu tun mit flexiblen Krippen- und Kindergartenplätzen, steuerlichen Vergünstigungen für Familien und der Möglichkeit, Beruf und Familie miteinander zu verbinden. Es hat aber auch etwas damit zu tun, ob wir in Zukunft überhaupt noch die Frage stellen wollen nach Kind oder Karriere.

Kinderbetreuung: Nicht nur fürs Kind

Kinderbetreuung stärkt Mütter und Väter in ihrer Erwerbstätigkeit, erhöht die wirtschaftliche Stabilität der Familie und hat nebenbei auch positive Effekte auf das Kind. „Insbesondere die sozio-emotionale Stabilität, die Entwicklung kognitiver, motorischer Fertigkeiten und die soziale Kompetenz von Kindern werden durch die frühe Betreuung gefördert“, so eine Studie des BMFSFJ. Zudem, so die Studie weiter, federt Kinderbetreuung negative Effekte „ökonomischer Belastungsfaktoren“ ab.

Das heißt, Kinder von Alleinerziehenden oder Familien mit finanziell schlechterem Hintergrund profitieren besonders stark von Betreuungsangeboten außerhalb der Familie. Eine Analyse der langfristigen Effekte von Kinderbetreuung ergab zudem, dass Jugendliche, die als Kinder ganztägig betreut wurden, häufig kommunikativer, aufgeschlossener und neugieriger sind. So entwickeln Kinder in einer guten Krippe eine hohe Sozialkompetenz. Sie fassen Vertrauen zueinander, versuchen Konflikte zu lösen, helfen einander und trösten sich gegenseitig. Das sind die – ja, ich gebe es zu – sehr wissenschaftlich betrachteten Vorteile von Kinderbetreuung. Einfach ausgedrückt meine ich damit: Ihr Kind lernt in einer Kita gemeinsam mit anderen Kindern wahnsinnig viel fürs Leben, darüber hinaus ermöglicht es Ihnen als Eltern wieder in die Berufstätigkeit einzusteigen, was aus verschiedensten Gründen, sicher auch für Sie von Vorteil ist, oder?

Rechtsanspruch Kindergartenplatz

Erinnern Sie sich noch an mein zweites Hauptanliegen? Genau, es ging um den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Jedes Kind hat – so § 24 des Achten Sozialgesetzbuches – ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz und ab dem vollendeten 3. Lebensjahr einen Anspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung. Wichtig ist, den Bedarf rechtzeitig anzumelden. Denn Anspruch ist nicht gleich Wirklichkeit. Die Inanspruchnahme einer Kindertagesbetreuung setzt in der Regel voraus, dass Eltern dem zuständigen Jugendamt spätestens sechs Monate vor Inanspruchnahme des Platzes ihren Bedarf schriftlich anzeigen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ganztagsbetreuung – Hier sind Kinder und Eltern gut aufgehoben

Ganztagsschulen haben natürlich Vor- und Nachteile. Individuell müssen Sie abwägen, ob eine Ganztagsschule das richtige für Ihr Kind und auch Ihre Familie ist. Zu den Vorteilen einer Ganztagsschule gehört sicherlich die Betreuung des Kindes auch nach dem Unterricht. Das Kind isst in der Schule, ihm wird  bei den Hausaufgaben geholfen und es hat noch genügend Zeit, um mit Gleichaltrigen zu spielen. Die vielfältigen Angebote nach Schulschluss ermöglichen den Kindern zudem ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Auch die soziale Kompetenz der Kinder profitiert vom gemeinsamen Alltag mit den Mitschülern. Denn  gemeinsames Lernen und das Miteinander verschiedener sozialer und kultureller Hintergründe führt zu einer höheren Chancengleichheit. Es  fördert einfach das Verständnis untereinander. Ich finde unsere Forderung der „guten Bildung für alle“ wahnsinnig wichtig. Die Ganztagsbetreuung hilf sicherlich dabei, gleiche Chancen für alle Kinder zu schaffen.

Kindergarten, Kita oder Kindertagesstätte – was ist eigentlich richtig?

Das Wort Kindertagesstätte (kurz Kita) ist ein Sammelbegriff, unter welchem verschiedene Betreuungsformen – je nach Bundesland und Region – zusammengefasst werden. Um dem unterschiedlichen Betreuungsbedarf von Eltern gerecht zu werden, sind Kindertageseinrichtungen verschieden organisiert. Sie haben also zum Beispiel flexible Öffnungszeiten oder sind auf bestimmte Altersgruppen spezialisiert. Betreuungsformen, die unter dem Begriff „Kindertagesstätten“ zusammengefasst werden, sind: Kinderkrippen, Krabbel- und Spielgruppen, Kindergärten sowie der (Schul-)Hort.

Welcher Kindergarten ist der Beste für mein Kind?

Eine schwierige Frage, die meine Frau und ich uns „damals“ auch gestellt haben. Unabhängig vom pädagogischen Ansatz des Kindergartens, gibt es ein paar praktische Fragen, die Sie berücksichtigen können. Zum Beispiel:

  • Wie weit ist es bis zum Kindergarten?
  • Wie ist die nähere Umgebung des Kindergartens? Ist er gut zu erreichen – im besten Fall sogar zu Fuß?
  • Kennt Ihr Kind bereits andere Kinder, die in diesen Kindergarten gehen?
  • Haben Sie einen Draht zu den Erzieherinnen oder Erziehern? Wie viele Erzieher betreuen eine Gruppe
  • Passen die Öffnungszeiten zu Ihren Arbeitszeiten und Ihrem Tagesrhythmus?
  • Wie ist der Kindergarten eingerichtet, gibt es diverse Spiel- und Lernmaterialien?
  • Wie ist das Außengelände ausgestaltet, können die Kinder sich austoben und gibt es genügend Bewegungsmöglichkeiten?

Meine Frau und ich haben uns damals drei Einrichtungen persönlich angeschaut. Unser Eindruck von Räumen und Erzieherinnen hat am Ende den Ausschlag gegeben. Nicht ganz unwichtig war auch die Konzeption, die sich jede Einrichtung selber gibt. Hier kann man reinschauen, um zu sehen, welche Dinge der Kita wichtig sind. Was vermittelt werden soll. Meistens findet man die Konzeption online auf der Seite der Kita, so dass man sich auf das Gespräch mit der Leiterin vorbereiten kann.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII, Achtes Sozialgesetzbuch) bildet den gesetzlichen Rahmen für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland, unter anderem in den Bereichen Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, erzieherischer Jugendschutz, Familienförderung oder Kinderbetreuung.

KiBiz: Das Kinderbildungsgesetz in NRW

„KiBiz“ haben Sie sicher schon mal gehört. Nicht zuletzt, weil in letzter Zeit viel Kritik daran geübt wurde. Letztendlich steckt hinter „KiBiz“ ein Gesetz. Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) regelt seit dem 1. August 2008 die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in Nordrhein-Westfalen. Ziel des Gesetzes ist die individuelle Förderung der Kinder in Kindertageseinrichtungen sowie in der Kindertagespflege zu verbessern, ebenso die Sprachförderung und den Ausbau von Plätzen für unter dreijährige Kinder voranzutreiben.

Ganz schön anspruchsvoll, finden Sie? Finde ich auch. Deshalb wird es Zeit, die Schwächen des Gesetzes, die in den vergangenen zehn Jahren deutlich geworden sind, endlich auszubessern. Das haben wir während unserer Regierungszeit von 2010 bis 2017 leider nicht gepackt. Umso mehr drängt nun die Zeit.

Warum das KiBiz verändert werden muss

Individuelle Förderung der Kinder, höhere Bildungsgerechtigkeit und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – das sind im Grunde die zentralen Ziele des KiBiz. Seit das Gesetz eingeführt wurde, waren immer wieder Reformen nötig. Das ist nicht unüblich, im Gegenteil, denn nur so kann man auf Entwicklungen reagieren. Dies geschah zum Beispiel in den Jahren 2010 und 2014.

Bereits im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen aus dem Juli 2010 kündigten wir eine Grundrevision des Kinderbildungsgesetzes an – dazu kam es allerdings nicht mehr. Problematisch war zuletzt insbesondere die Finanzierung der Kindertagesstätten. Mit gestiegenen Anforderungen an Qualität und auch Kapazitäten, insbesondere in der U3-Betreuung, stiegen selbstverständlich auch die Kosten. Der Bedarf an flexiblen Öffnungszeiten, die Sicherung der Kita-Qualität, die individuelle Förderung der Kinder, insbesondere im Bereich der Sprachförderung, und nach wie vor die Finanzierung des gesamten Systems machen weitere Änderungen nötig.

Die geplante und vor allem fast schon sehnlichst erwartete Überarbeitung des Gesetzes wurde von Schwarz-Gelb mittlerweile ebenfalls wieder verschoben. Man plane für das Kita-Jahr 2020/21, so die Regierung im April dieses Jahres laut Lippischer Landeszeitung.

Kita-Gebühren: Warum die Kindergartenbeiträge endlich weg müssen

Kita-Gebühren sind nicht nur stark vom Wohnort abhängig, sie belasten insbesondere weniger wohlhabende Familien stärker. Das führt dazu, dass Hürden aufgebaut werden und Kinder aus ärmeren Familien keinen Zugang zu Kitas bekommen. Das führt wiederum zu weniger Bildungsgerechtigkeit, verringert also die Chancen der Kinder Bildung zu bekommen, da ihre Voraussetzungen schlechter sind, als die von Kindern, die beispielsweise Kitas besucht habe, da diese in der Regel bereits besser sprechen können oder auch ein besseres Sozialverhalten haben. Und letztendlich führt es auch dazu, dass die Eltern weniger Chancen in der Arbeitswelt haben, da die Betreuung ihrer Kinder weniger gut organisiert ist beziehungsweise gar nicht. Ziemlich ungerecht finde ich!
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung ergab, dass armutsgefährdete Eltern monatlich fast 10 Prozent ihres gesamten Haushaltsnettoeinkommens für die Kita ausgeben. Bei Familien oberhalb der Armutsgrenze sind es dagegen nur fünf Prozent. Hinzu kommen laut Studie Zusatzgebühren etwa für Mittagessen, Hygieneartikel oder Ausflüge. Die finanzielle Belastung ist also definitiv ungerecht verteilt. Die SPD fordert daher eine Kita-Beitragsfreiheit. Für armutsgefährdete Familien ist sie in jedem Fall das Mindeste, was wir tun können, denn das Einkommen der Eltern darf nicht darüber entscheiden, ob und wann Kinder in eine Kindertageseinrichtung gehen.

Einen Kindergartenplatz bekommen

Über das Portal „KITA-ONLINE“ können Sie sich von zu Hause aus, über den PC, das Tablet oder das Smartphone über die verschiedenen Kindertageseinrichtungen in Ihrer Stadt informieren und Bedarf anmelden. Da die Onlinebedarfsmeldung jedoch nicht das persönliche Gespräch in der Kindertageseinrichtung ersetzen kann, empfiehlt das Kreisjugendamt Wesel, sich vor Ort einen Eindruck von den ausgewählten Kindertageseinrichtungen zu machen und sich persönlich dort vorzustellen. Haben Sie sich für eine oder mehrere Kindertageseinrichtungen entschieden, können Sie über das Online-Verfahren den Betreuungsbedarf für Ihr Kind anmelden und dabei bis zu drei Wunscheinrichtungen und das gewünschte Betreuungsangebot, also zum Beispiel den Stundenumfang oder den Aufnahmezeitpunkt, angeben. Das Kreisjugendamt benötigt die Wünsche der Eltern, um den Kindergartenbedarf zu planen, allerdings entscheiden die Kindertageseinrichtungen alleine, welche Kinder sie aufnehmen werden. Die Kindertageseinrichtungen berücksichtigen nur diejenigen Voranmeldungen für ihre Platzvergaben, die über „KITA-ONLINE“ erfasst sind, nachdem sich die Eltern in der Kindertageseinrichtung vorgestellt haben. Im Kreis Wesel muss Ihre Bedarfsmeldung bis zum 15. November des Vorjahres über „KITA-ONLINE“ erfolgt sein, wenn Ihr Kind zu Beginn eines Kindergartenjahres (1. August) in einer Einrichtung aufgenommen werden soll. Weitere Informationen dazu finden Sie auch in der Broschüre des Kreis Wesel.

Kindergärten im Kreis Wesel

Einige, denn der Kreis Wesel umfasst 13 Städte und Gemeinden. Um sich einen Überblick zu verschaffen und die geeignete Einrichtung für Ihr Kind zu finden, empfehle ich Ihnen den Kita-Finder nutzen und herauszufinden, welche Kitas in Ihrer Nähe sind. Darüber hinaus hat auch der Kreis Wesel weitere Informationen und Ansprechpartner parat, sollten Sie weitere Fragen haben.

Ganztagsbetreuung im Kreis Wesel

Dazu stellt das Schulministerium ein sehr praktisches Tool bereit. Eine interaktive Karte des Ministeriums für Schule und Bildung bietet Orientierung über die verschiedenen Schulformen in Ihrer Region. Folgen Sie dazu einfach folgendem Link: Schule suchen 2.0 – Schuldatenbank NRW. Darüber hinaus informiert der Kreis Wesel über die Möglichkeiten der Tagesbetreuung für Kinder im Kreis.

Inklusion: Integrative Kindergärten

Kinder, unter sechs Jahren, die körperlich, geistig, sprachbehindert oder von Behinderung bedroht sind, können bis zu ihrer Einschulung in heilpädagogischen Einrichtungen, Sprachheilkindergärten oder Kindertagesstätten mit inklusiven Gruppen betreut werden. Im Kreis Wesel gibt es verschiedene heilpädagogische Einrichtungen und integrative Kindertagesstätten. Dort werden in einer Gruppe in der Regel acht Kinder durch pädagogische und therapeutische Fachkräfte betreut. In Sprachheilkindergärten liegt die Gruppengröße bei 12 Kindern. Um in einer heilpädagogischen Einrichtung oder in einem Sprachheilkindergarten aufgenommen zu werden, ist es erforderlich, einen Antrag auf Eingliederungshilfe bei dem zuständigen Sozialamt des Wohnorts zu stellen, weil die Betreuungskosten sowie notwendige Fahrkosten durch den Landschaftsverband übernommen werden. Im Rahmen des Antrags findet zudem eine amtsärztliche Untersuchung statt. Liegen die erforderlichen Voraussetzungen für eine Aufnahme vor, wird die Kostenzusicherung durch den Kreis Wesel erteilt. Weitere Informationen sowie Ansprechpartner finden Sie auf der Internetseite des Kreis Wesel.

 

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