Werte kann man gar nicht früh genug vermitteln. Ich finde, schon im Kindergarten sollten die Kleinen lernen, was wichtig ist im Leben. Kindergärten in Nordrhein-Westfalen tun das. Und beginnen damit schon beim Essen.

Wert von gesundem Essen

Was ist uns gesundes Essen eigentlich wert? Diese Frage habe ich mal im Rahmen einer Sommertour gestellt. Bei meiner Rundreise durch den Wahlkreis traf ich deshalb auf Agnes Sanders. Die Sonsbeckerin kocht für Kitas. Gesund und zu einem erschwinglichen Preis. Und auch das Familienzentrum Tausendfüßler in Kamp-Lintfort beschäftigt eine eigene Köchin, die zubereitet, was die heimische Landwirtschaft hergibt. Die Kinder lernen so, dass gesundes Essen schmeckt und quasi aus der Region kommt. Aber es gibt noch mehr Werte, die schon im Kindergarten vermittelt werden können.

Kinderfeuerwehr vermittelt wichtige Werte

Zugegeben: Die Kinder, die bei der Kinderfeuerwehr in Xanten auf einen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr vorbereitet werden, sind knapp raus aus dem Kindergartenalter. Dass es gut ist, anderen zu helfen, begreifen aber auch schon die ganz Kleinen. Werte wie die, die bei der Feuerwehr vermittelt werden, begeistern selbst ganz kleine Kinder. Für sie wird es eines Tages selbstverständlich sein, die eigene Freizeit zu opfern, um das Leben anderer Menschen zu retten. Verantwortungsgefühl und Teamgeist kommen hinzu. Die Kinderfeuerwehr ist deshalb ein tolles Projekt, das hoffentlich auch in anderen Städten Nachahmer findet.

Die Kinderfeuerwehr vermittelt Werte, wie Hilfsbereitschaft, Verantwortungsgefühl und Teamgeist.
Die Kinderfeuerwehr in Xanten vermittelt Werte, wie Hilfsbereitschaft, Verantwortungsgefühl und Teamgeist. Hier wird gerade die stabile Seitenlage geübt.

Kita-Träger und ihre Werte

Jeder Kindergarten hat einen Träger. Viele dieser Betreiber bringen sich nicht ganz uneigennützig mit ein. Denn sie verbinden damit auch ein inhaltliches Ziel. Kirchen, soziale Träger, Elterninitiativen: Egal, welcher Verband oder welche Einrichtung den Kindergarten betreibt – im Mittelpunkt stehen immer auch Werte, die in die pädagogische Arbeit mit den Kindern einfließen. Ich finde, das ist gut so. Denn in Nordrhein-Westfalen haben wir in jeder Stadt und Gemeinde eine riesige Auswahl verschiedener Träger. Wem die Vermittlung christlicher Werte mit Anleitung zu den kirchlichen Feiertagen zuviel ist, kann sich zum Beispiel eine Kita suchen, die von AWO, Falken oder DRK getragen wird. Alle drei haben jeweils eigene Ansprüche, die sie in ihrer Konzeption transparent darstellen. Eltern erfahren damit vorab, was sie und ihr Kinder erwartet.

Keine Erziehung ohne Werte

Ganz im Interesse der Eltern muss es sein, dass ihre Kinder Werte vermittelt bekommen. Klar, die müssen dann zu dem passen, was in der Familie gelebt wird. Eine wertefreie Erziehung im Kindergarten und später in der Schule kann ich mir dagegen nicht vorstellen. Sie wäre vollkommen leer und auch gefährlich für unsere Gesellschaft. Denn Werte brauchen wir, um zusammen leben zu können. Die Kleinsten verstehen das recht schnell. Gut, wenn wir es ihnen schon früh beibringen.

2 Kommentare zu „Werte sind für Kinder wichtig“

  1. Unsere Gesellschaft muss sich dringend wieder auf einen Wertekonsens besinnen.
    Dazu muss die Individualisierung weniger glorifiziert werden.
    Die gemeinsamen Werte sollten keinesfalls der kleinste gemeinsame Kompromiss verschiedener Kulturen, sondern vielmehr wieder ein starkes Fundament eines respektvollen Zusammenlebens von Bürgern auf Augenhöhe sein. Die Vermittlung dieser Werte fängt in der Familie an und sollte sich durch die Institutionen für Bildung und gemeinnütziges Engagement ziehen.

  2. Heinz Horstick

    Die Vermittlung von Werten ist richtig und sehr wichtig, aber so lange wie nicht gesagt wird welche Werte vermittelt werden sollen und mit welchen Methoden ist es nur eine platte Worthülse.
    Ich gehöre mit meinen 65 Jahren noch zu einer Generation, der der
    – Katechismus (katholische Glaubenslehre) noch mit dem Rohrstock eingebläut wurde,
    – in der Respekt mit Angst verwechselt wurde und Demut mit Unterwürfigkeit,
    und in der „Deutschland erklärt den Krieg“ und „wer hat Angst vor dem schwarzen Mann“ auf der Straße gespielt wurde.
    Ich bin froh, dass wir diese Zeiten, Methoden und „Werte“ zum Großteil überwunden haben.
    Auch die Frage der Subsidiarität (Vorrang freier Träger vor dem Staat) macht nur dann Sinn, wenn ein Minimalkonsens (festgeschrieben im Grundgesetz) seitens des Staates kontrolliert und durchgesetzt wird. Wer menschliches Leben – egal welcher geschlechtlichen,ethnischen, religiösen oder sonstigen Herkunft – abwertet darf keine Erziehungseinrichtungen betreiben.

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