Schulöffnung nach Corona, wie das am besten gehen soll, sollten die Schulminister der Länder nach Willen der Bundeskanzlerin zuerst mal gründlich überlegen. Danach sollte ab dem 4. Mai 2020 nach und nach das System hochgefahren werden. Nicht so in NRW. Hier geht die FDP-Ministerin Yvonne Gebauer eigene, umstrittene Wege. Darüber habe ich in meinem neuen Podcast mit dem Lehrer und SPD-Bildungspolitiker Michael Hänsel gesprochen.

„Wenige Tage nach dem 20. April“, so formulierte es die Ministerin noch am 15. April 2020, sollte die Schulöffnung starten. Das allein schon sorgte für Verwirrung. Was sind wenige Tage? Und wer besorgt eigentlich Desinfektionsmittel und Masken? Wo sind denn genug große Klassenräume vorhanden? Und was, wenn – wie Fachleute schätzen – bis zu 20 Prozent der Lehrer zur Risikogruppe gehören und ausfallen?

So sieht Lehrer Bob Blume die Sache (Quelle: Twitter)

Schulöffnung ohne klare Ansagen

Was viele Lehrerinnen und Lehrer vermissen, das bestätigt Michael Hänsel im Interview, sind klare Ansagen aus Düsseldorf. Zum Beispiel zu einer Maskenpflicht für beide Seiten – also Lehrer und Schüler. Schließlich schützt man sich mit einer Maske nicht selbst sondern sein Gegenüber. Erst wenn beide eine Maske tragen, wird es sinnvoll. Doch dazu keine klare Regel. Stattdessen werden Vorgaben gemacht, ohne zu sagen, wie man diese überhaupt einhalten soll. Denn Desinfektionsmittel gibt es derzeit kaum zu kaufen. Und die Reinigungsintervalle müssen nach der Schulöffnung um ein Vielfaches gesteigert werden.

Darüber und über seine nächsten Schultage berichtet Michael Hänsel in meinem neuesten Podcast, den Du hier anhören kannst.

Hier kann man noch für eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterschreiben, die eine Verschiebung der Schulöffnung fordert.

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