Wer wissen will, wie teuer der Platz in einer Kita ist, muss sich bei seiner örtlichen Stadt- oder Gemeindeverwaltung erkundigen. Denn seit es auf Initiative von CDU und FDP keine einheitliche Gebührentabelle für ganz NRW mehr gibt, kann jeder Ort selber festlegen, wieviel Eltern zahlen müssen. Und die Unterschiede sind zum Teil riesig. Denn nur Städte, die es sich leisten können, dürfen Gebühren senken oder auf diese Einnahmen komplett verzichten.

Keine Kita-Gebühren in Kamp-Lintfort

Die Stadt Kamp-Lintfort hat diesen Schritt gewagt. Damit alle Drei- bis Sechsjährigen kostenlos zur Kita gehen können, hat der Stadtrat auf Anregung der SPD entschieden, zur Kostendeckung die Grundsteuer B zu erhöhen. Damit zahlen nun alle Kamp-Lintforter dafür, dass die Kleinen zwischen drei und sechs Jahren kostenlos in die Kita können. Eine Investition, die sich scheinbar gelohnt hat, denn die Stadt gehörte 2018 zu einer von nur dreien im Land, in denen wieder mehr Kinder geboren wurden.

Land NRW übernimmt zum Teil Kita-Gebühren

Wir als SPD wollen, dass Bildung und Ausbildung generell kostenfrei sind. Deshalb darf auch der Besuch des Kindergartens aus unserer Sicht nichts kosten. Als wir noch regiert haben, wurde deshalb zunächst mal das letzte Kita-Jahr vom Land bezahlt. Das wollten wir dann Schritt für Schritt ausbauen. Dazu kam es nach der Wahlniederlage von 2017 zunächst nicht mehr.
Auf unseren Druck hin hat die Schwarz-Gelbe Landesregierung jedoch Ende 2018 entschieden, auch das vorletzte Kita-Jahr zu finanzieren, so dass Eltern spürbar entlastet werden. Gut so. Aber das ist noch nicht genug.

Hier eine Übersicht der Kita-Gebühren in den Städten und Gemeinden meines Wahlkreises:

Kamp-Lintfort (Kita-Gebühren)

Rheinberg (Kita-Gebühren)

Die Kita-Gebühren in Neukirchen-Vluyn, Xanten, Alpen und Sonsbeck werden über den Kreis Wesel geregelt. Dort sitzt das für die vier Gemeinden zuständige Jugendamt.