Regionale Lebensmittel machen Kinder froh

Wie gut regionale Lebensmittel selbst bei Kindern ankommen, ist mir diese Woche wieder so bewusst geworden. Statt Nutella & Co. können eben auch Rübenkraut und selbst gemachte Marmelade Kinderaugen zum Glänzen bringen.

Anlass zu der Feststellung ist ein Gespräch mit meiner Kollegin Nina Andrieshen. „Ich soll dich schön grüßen von meinem Sohn“, erzählte sie lächelnd am Ende einer Ausschusssitzung. „Das Apfelkraut mit den Rosinen hat ihm total gut geschmeckt.“ Ich musste daraufhin ebenfalls grinsen, denn zu Weihnachten hatte ich meinen Kolleg:innen im Umweltausschuss ein kleines Paket gepackt mit dem „anderen Apfelkraut“ aus meiner Heimatstadt Kamp-Lintfort.

Erst später wurde mir klar, dass der süße Brotaufstrich aus regionalen Zutaten soeben Nutella ausgestochen hatte. Jetzt kann man darüber streiten, wie gesund die gezuckerte Spezialität vom Niederrhein ist. Aber darum geht es nicht. Kinder mögen süße Sachen, deren Nutri-Score die Farbe Dunkelrot trägt. Wer ihnen den Genuss nicht gänzlich verwehren will, kann zumindest darauf schauen, dass ansonsten alles stimmt. Fair produziert, mit biologisch angebauten Zutaten, regional verarbeitet und vermarktet: Das Apfelkraut schlägt damit fast jede Nussnougatcreme um Längen!

Regionales stärkt Heimatgefühl

Und gleichzeitig macht es mich stolz auf meine niederrheinische Heimat, dass dieses regionale Lebensmittel auch anderswo so gut ankommt. Bei Groß und Klein. Denn mein Kollege Carsten Löcker hat ebenfalls schon Nachschub geordert. Sein Glas hat er höchstselbst bis zum letzten Löffel leer gegessen. Nachschub habe ich ihm bereits nach Düsseldorf geliefert, ohne dass dafür eine Extra-Fahrt nötig gewesen wäre.

Regionale Lebensmittel sind ein Hit – und bieten Landwirt:innen die Chance, ihre Waren direkter und gewinnbringend zu vermarkten. Das müssen wir unterstützen. Deshalb habe ich schon vor einiger Zeit eine Karte bei Google angelegt, auf der man die Regionalvermarkter im Kreis Wesel findet. Und es werden stetig mehr!

In Genussregionen organisiert sorgen die Produzenten vielfach schon dafür, dass sie gemeinsam ihre Spezialitäten vermarkten. Lastwagen drehen dann nur einmal ihre Runde durch den Kreis Wesel, um an mehreren Stellen Apfelkraut, Obstsäfte und Bier vom Niederrhein einzusammeln und ins Zentrallager bspw. von EDEKA zu bringen. Das erspart Produzent:innen und der Umwelt unnötige Wege. Nur eine von vielen guten Ideen, die mir die Verantwortlichen der Genussregion Niederrhein erst vor einigen Wochen noch erzählten.

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