Glaube versetzt Berge – diesen Spruch können die Macher des Garten EDEN auf dem Laga-Gelände blind unterschreiben. Denn als die Vertreter der verschiedenen Glaubensrichtungen erstmals über eine Beteiligung an der Landesgartenschau 2020 nachdachten, gab es weder Pläne noch Geld.

Doch das hat weder Stephanie Dormann von der katholischen noch Lutz Zemke von der evangelischen Kirche Lintfort je Sorgen bereitet. Für sie stand fest, dass christliche und muslimische Gemeinden einen gemeinsamen Garten auf der Laga gestalten sollten.

Helfer vereint der Glaube

Der feste Glaube, es am Ende zu schaffen, motivierte schließlich zig weitere Helferinnen und Helfer. Sie schrieben Förderanträge und malten Gartenpläne. Vor allem Landschaftsgärtner Jochen Brandt spuckte immer wieder in die Hände und klotzte ordentlich rein. Überhaupt hat der Kamp-Lintforter ein Herz für karitative und soziale Projekte. Zuletzt traf ich Jochen bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend und durfte seinen Bagger fahren. 🙂

Der Plan des Garten EDEN kann sich wirklich sehen lassen. Er bietet gleich mehrere sogenannter Kommunikationsecken. Dorthin kann man sich sicher gut zurückziehen, wenn einem der Trubel auf dem übrigen Gelände zu viel wird. Für mich schon jetzt ein echter Geheimtipp. Im Mittelpunkt des Gartens steht ein Olivenbaum – ebenso ein Symbol des Glaubens wie der Quellstein, der geplant ist. Komplettiert wird der Garten EDEN durch eine kleine, rund 20 Quadratmeter große Bühne. Das aktuelle Programm findet sich auf der Internetseite. Mit dabei ein tägliches „Wort des Glaubens“, das um die Mittagszeit stattfindet. Für Programmvorschläge sind die Organisatoren übrigens offen.

Im vergangenen Dezember durfte ich schon einmal einen Blick auf den Garten werfen. Der glich damals noch einem Acker. Grob nur sah man die Umrisse. Die Buchenhecke war bereits gepflanzt. Dennoch: Mein Gast Antonius Hamers vom Katholischen Büro in Düsseldorf und ich konnten uns den Garten EDEN schon sehr gut vorstellen. Anders ausgedrückt fehlte uns nicht der Glaube an dieses wunderbare Projekt, das mit allen anderen Gärten der Landesgartenschau 2020 am 17. April eröffnet.

Die Gesichter hinter dem Garten EDEN – u.a. mit Projektleiterin Lea Pasch (2.v.li.), Stephanie Dormann (Mitte) und Lutz Zemke (3.v.re.). Neben mir mein Gast Antonius Hamers vom Katholischen Büro am Landtag in Düsseldorf. Er war begeistert von der Initiative.

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